Buchsbaumzünsler ins Kompostwerk

Die Raupe des Buchsbaumzünslers schlüpft aus ihrem Kokon.

Der Buchsbaumzünsler wird auch im Wetteraukreis immer mehr zur Plage. Bis zu zehn Kilometer breitet sich die gefräßige Raupe im Jahr aus. „Die Verbreitung des Buchsbaumzünslers lässt sich leider nicht stoppen“, sagt Michael Fischbach vom RP-Gießen, Pflanzenschutzdienst Hessen. Was tun mit befallenen Pflanzen? „Am besten ist es, wenn sie direkt zum Humus- und Erdenwerk in Niddatal gebracht werden, insbesondere, wenn große Mengen anfallen. Kleinere Mengen können über die Biotonne, Recyclinghöfe oder auch bei der kostenlosen Grünabfallsammlung entsorgt werden“, sagt Dr. Jürgen Roth, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Wetterau.

Herausgeschnittene Äste oder ganze Sträucher gehören nicht in die Restmülltonne oder auf den eigenen Komposthaufen.

Wenn die befallenen Pflanzen in die Biotonne gegeben oder direkt zum Humus- und Erdenwerk gebracht werden, kann die schädliche Raupe kein Unheil mehr anrichten. „Der angelieferte Bioabfall wird in der Vergärung und der Grünabfall in den Rottetunneln der Kompostierung verarbeitet“, erläutert Roth. Dabei werden die Bioabfälle über zehn Tage hinweg Temperaturen von 55 Grad Celsius in der Vergärung ausgesetzt. Die Grünabfälle erreichen im Kompostierungsprozess  Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius. Das sind die für die Hygienisierung vorgeschriebenen Temperaturen, die auch dem Buchbaumzünsler den Garaus machen. 

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